Stoßwellentherapie

Dr. Gerhard Plötz Orthopädie

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Stoßwellentherapie

fokussierte extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT)

Das Verfahren, mittels hochenergetischer Schallwellen (Stosswellen) Therapien vorzunehmen, ist nicht neu. Bekannt ist dieses Therapieverfahren seit langem durch die Zertrümmerung von Nierensteinen (Lithotrypsie) in der Urologie.

Ausgehend von diesen positiven Erfahrungen werden Stosswellen seit mehreren Jahren zunehmend zur Behandlung von knochennahen Weichteilschmerzen, Verkalkungen an den Gelenken und zur ehandlung von Falschgelenksbildungen bei Knochenbrüchen (Pseudarthrosen) eingesetzt.

Bei dem Piezoson 100, ist gegenüber einem „Nierensteinzertrümmerer“ bei gleichen technischen Eigenschaften durch Verwendung der Piezotechnik und bei verkürzter, für die Bedürfnisse in der Orthopädie optimaler Eindringtiefe, eine hohe Stosswellenenergie verfügbar

Die häufigsten Anwendungsgebiete sind:

• Kalkablagerungen im Schultergelenk (und an anderen Gelenken)
• Tennis- und Golferellenbogen
• Fersensporn
• Achillessehnenbeschwerden
• Sehnenansatzbeschwerden an anderen Gelenken.. (Hüfte, Knie, Schulter usw.)
• verzögerte Knochenbruchheilung

Wie funktioniert die Therapie mit Stosswellen?

Mittels eines Ultraschallgerätes wird z. B. bei der Behandlung der Tendinosis calcarea (Sehnenverkalkung in der Schulter) die Verkalkung lokalisiert und die Therapiequelle an die Stelle des maximalen Schmerzes positioniert. Bei Sehnenansatzreizungen erfolgt die Lokalisierung durch die Schmerzangabe zum Beispiel durch Druck auf die schmerzhafte Stelle. In manchen Fällen kann eine örtliche Betäubung erforderlich sein, da die Behandlung selbst nicht schmerzfrei ist. In der Regel ist dies jedoch durch Anpassung der Stosswellenfrequenz und –intensität zu vermeiden. In einigen Fällen kann es auch zu einer vorübergehenden Schmerzzunahme kommen, was allerdings als positive Reaktion auf die Behandlung anzusehen ist.

Fazit

Bei der extrakorporalen Stosswellentherapie (ESWT) handelt es sich um ein risikoarmes Therapieverfahren, welches nach Ausschöpfung anderer risikoarmer und kostengünstiger Therapieformen sinnvoll ist, wenn diese keine oder unzureichende Beschwerdebesserung erbracht haben und eine operative Therapie diskutiert werden muß.